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Leitungsschutzschalter: anschließen und auswählen

Ein Leitungsschutzschalter wird üblich oben über die Phasenschiene eingespeist und unten mit dem Außenleiter des Stromkreises verbunden; N und PE laufen auf die Klemmschienen. Für Licht- und Steckdosenkreise mit 1,5 oder 2,5 mm² ist B16 Standard, für Geräte mit hohem Einschaltstrom C16. Der Bemessungsstrom richtet sich immer nach dem Leitungsquerschnitt.

Kurzschlussauslösung B 3–5, C 5–10, D 10–20 mal Bemessungsstrom
Auslösebereiche der Charakteristiken B, C und D

Sicherungsautomat anschließen: Schritt für Schritt

  1. Freischalten: Hauptschalter aus, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit zweipolig prüfen (Spannungsprüfer).
  2. Aufschnappen auf die Hutschiene, Lage passend zur Phasenschiene.
  3. Einspeisung oben über die Phasenschiene, Phasen gleichmäßig auf L1, L2, L3 verteilen.
  4. Abgang: Außenleiter (braun/schwarz/grau) unten anklemmen, Abisolierlänge laut Gerät, Klemme mit Drehmoment anziehen; feindrähtig mit Aderendhülse.
  5. N und PE des Stromkreises auf die N-Klemme hinter dem zugehörigen FI und auf die PE-Schiene.
  6. Beschriften und Messen: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, FI-Auslösung (Schleifenimpedanz-Grenzwerte).

Welcher Leitungsschutzschalter für welchen Stromkreis?

StromkreisLeitungsschutzschalter
Licht, Steckdosen (NYM-J 3x1,5)B16 (B13 bei langen Leitungen)
Steckdosen Küche, Bad, Waschmaschine (3x2,5)B16
Herd, Kochfeld (5x2,5)3 × B16 oder 3-polig B16
Wallbox 11 kW (5x2,5 bis 5x6)3-polig B16 oder C16
Durchlauferhitzer 21–27 kW (5x4 bis 5x6)3-polig B32 bis B40 laut Gerät
Motoren, Wärmepumpe, LED mit hohem EinschaltstromC-Charakteristik laut Hersteller

Richtwerte für Kupferleitungen unter Putz. Der zulässige Bemessungsstrom hängt von Verlegeart, Häufung und Temperatur ab: Absicherung je Querschnitt, Strombelastbarkeit.

Vor dem Zähler sitzt statt eines normalen Automaten ein SLS-Schalter; zusätzlichen Schutz bei Fehlerstrom und Störlichtbogen bieten FI-Schutzschalter und Brandschutzschalter.

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Häufige Fragen

Was ist ein Leitungsschutzschalter?

Ein Schutzschalter, umgangssprachlich Sicherungsautomat oder „Sicherung“, der eine Leitung vor Überlast und Kurzschluss schützt. Ein Bimetall löst bei länger anhaltender Überlast verzögert aus, ein Magnetauslöser bei Kurzschluss in Millisekunden. Anders als eine Schmelzsicherung lässt er sich wieder einschalten.

Wird ein Sicherungsautomat oben oder unten angeschlossen?

Üblich ist die Einspeisung von oben über die Phasenschiene und der Abgang unten zur Leitung. Die meisten Leitungsschutzschalter dürfen technisch von beiden Seiten eingespeist werden; das steht im Datenblatt. Wichtig ist eine einheitliche Verdrahtung im ganzen Verteiler.

Wie breit ist ein Sicherungsautomat?

Ein einpoliger Leitungsschutzschalter ist eine Teilungseinheit (TE) breit, also 17,5 bis 18 mm; zwei- und dreipolige entsprechend 2 und 3 TE. Eine Verteilerreihe hat 12 TE.

Wann löst ein Leitungsschutzschalter aus?

Bei Kurzschluss sofort, sobald der Strom je nach Charakteristik das 3- bis 5-fache (B), 5- bis 10-fache (C) oder 10- bis 20-fache (D) des Bemessungsstroms erreicht. Bei Überlast verzögert: Ein B16 hält 16 A dauerhaft, bei 23 A (1,45-fach) löst er innerhalb einer Stunde aus, bei höherem Strom schneller.

Kann ein Sicherungsautomat kaputt gehen?

Ja, selten. Zeichen sind Auslösen ohne Last, Wärme oder Verfärbung am Gehäuse, ein Schaltknebel, der nicht einrastet, oder knisternde Geräusche. Häufiger liegt der Fehler aber im Stromkreis selbst. Mehr: Sicherung fliegt raus.

Wie viele Leitungsschutzschalter hinter einem FI?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Sinnvoll sind wenige Stromkreise je FI, damit ein Fehler nicht das ganze Haus abschaltet und sich Ableitströme vieler Geräte nicht addieren; viele Planer begrenzen auf drei bis vier. Alternativ hat jeder Kreis einen eigenen FI/LS-Schalter.

Ist die Charakteristik L16 noch erlaubt?

L ist eine alte Kennlinie, die nicht mehr hergestellt wird. Bestehende Anlagen genießen Bestandsschutz; bei Änderungen am Verteiler werden B- oder C-Automaten eingesetzt. Der Querschnitt der Leitung bleibt maßgeblich.

Arbeiten im Verteiler nur durch eine Elektrofachkraft.