Spannungsprüfer benutzen
Spannungsfreiheit stellt man mit einem zweipoligen Spannungsprüfer nach DIN EN 61243-3 fest: erst an einer bekannten Spannung testen, dann zwischen allen Leitern messen, danach wieder testen. Phasenprüfer und berührungslose Prüfer sind dafür nicht zulässig.
Spannungsfreiheit feststellen: Schritt für Schritt
- Freischalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
- Prüfer testen an einer Steckdose, die sicher Spannung führt.
- Messen zwischen L–N, L–PE und N–PE, bei Drehstrom zusätzlich zwischen den Außenleitern und jedem Außenleiter gegen N und PE.
- Erneut testen an der bekannten Spannung – so fällt ein defekter Prüfer auf.
- Abdecken benachbarter Teile, die unter Spannung bleiben.
Welcher Prüfer wofür?
| Gerät | Norm | Zweck | Spannungsfreiheit |
|---|---|---|---|
| Zweipoliger Spannungsprüfer | DIN EN 61243-3 | Spannungsfreiheit feststellen, Spannungshöhe, Drehfeld | ja |
| Phasenprüfer (Schraubendreher) | – | Außenleiter grob finden | nein |
| Berührungsloser Spannungsprüfer | – | Leitungen und Kabelbruch orten | nein |
| Multimeter | DIN EN 61010 | messen von Spannung, Strom, Widerstand | nicht vorgesehen |
Messen statt prüfen: Multimeter benutzen. Leitungen in der Wand finden: Leitungssucher. Wann der FI auslöst: Sicherung fliegt raus.
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Häufige Fragen
Wie funktioniert ein Spannungsprüfer?
Ein zweipoliger Spannungsprüfer legt eine definierte Last zwischen seine beiden Prüfspitzen und zeigt die Spannung über LEDs, LCD oder ein Zeigerinstrument an. Weil er beide Pole braucht, erkennt er Spannung zuverlässig auch gegen N und PE. Ein Phasenprüfer leitet dagegen einen winzigen Strom über den Körper zur Erde und zeigt nur, ob ein Außenleiter in der Nähe ist.
Wie benutzt man einen Spannungsprüfer?
Vor der Messung an einer bekannten Spannungsquelle prüfen, dann zwischen allen Leitern messen (L–N, L–PE, N–PE, bei Drehstrom auch L1–L2–L3) und danach erneut an der bekannten Quelle testen. Erst wenn überall keine Spannung angezeigt wird, ist die Stelle spannungsfrei.
Ist ein Phasenprüfer zulässig?
Zum Feststellen der Spannungsfreiheit nicht. Er reagiert je nach Schuhwerk, Standort und Isolation unzuverlässig. Für die dritte der fünf Sicherheitsregeln ist ein zweipoliger Spannungsprüfer nach DIN EN 61243-3 vorgeschrieben.
Welcher Spannungsprüfer ist der beste?
Für die Hausinstallation ein zweipoliger Prüfer nach DIN EN 61243-3 mit mindestens CAT III 690 V bzw. CAT IV 600 V, Anzeige auch ohne Batterie für Spannungen ab etwa 50 V, Drehfeldanzeige und zuschaltbarer Last, die FI-Schutzschalter testweise auslösen kann.
Kann ein Spannungsprüfer den FI auslösen?
Ja, mit zugeschalteter Last (Tasten an beiden Griffen) fließt bei der Messung L–PE ein Strom von etwa 30 mA, der einen 30-mA-FI auslösen kann. Das ist gewollt, um ihn zu testen; im Normalfall ohne Lasttaste messen.