Rundsteuerempfänger
Ein Rundsteuerempfänger im Zählerschrank empfängt Steuersignale des Netzbetreibers, die als Tonfrequenz über das Stromnetz kommen, und schaltet damit Tarife, Sperrzeiten von Wärmepumpen oder die Leistung von PV-Anlagen. Nach und nach übernehmen intelligentes Messsystem und Steuerbox diese Aufgabe.
Wofür Rundsteuerempfänger genutzt werden
| Zweck | Beispiel |
|---|---|
| Tarifumschaltung | Hoch- und Niedertarif bei Doppeltarifzählern, Nachtspeicherheizung |
| Sperrzeiten | Wärmepumpe mit Wärmepumpentarif, ältere Steuerungsvereinbarungen |
| Einspeisemanagement | PV-Anlagen, die stufenweise auf 60, 30 oder 0 % abgeregelt werden |
| Straßenbeleuchtung | Ein- und Ausschalten ganzer Netzgebiete |
Platz im Zählerschrank: APZ-Feld, Zählerschrank-Vorschriften, Zählerschrank für PV.
Häufige Fragen
Was ist ein Rundsteuerempfänger?
Ein Gerät im Zählerschrank, das Steuerbefehle des Netzbetreibers empfängt. Die Befehle werden als Tonfrequenz über das Stromnetz oder per Funk gesendet; der Empfänger schaltet dann Relaiskontakte, etwa für Tarifumschaltung, Sperrzeiten oder die Abregelung einer PV-Anlage.
Wo sitzt der Rundsteuerempfänger?
Im Zählerschrank, je nach TAB auf dem Zählerplatz neben dem Zähler oder im Raum für Zusatzanwendungen, im plombierten Bereich. Er gehört dem Netz- bzw. Messstellenbetreiber.
Wird der Rundsteuerempfänger durch das Smart Meter ersetzt?
Schrittweise. Neue Steuerungen nach § 14a EnWG und für PV-Anlagen laufen über intelligentes Messsystem und Steuerbox. In einer Übergangszeit nutzen Netzbetreiber vorhandene Rundsteuerempfänger weiter: § 14a EnWG, intelligentes Messsystem.
Brauche ich für meine PV-Anlage einen Rundsteuerempfänger?
Das legt der Netzbetreiber fest. Anlagen ab 25 kW mussten fernsteuerbar sein; neue Anlagen über 7 kW werden heute über intelligentes Messsystem und Steuerbox angebunden. Bis zu deren Einbau ist die Einspeisung neuer Anlagen unter 100 kW auf 60 % begrenzt.
Wie wird der Rundsteuerempfänger angeschlossen?
Versorgung über einen eigenen abgesicherten Abgriff im Zählerschrank, die Relaiskontakte auf die Steuereingänge von Zähler, Wärmepumpe oder Wechselrichter. Die Klemmenbelegung gibt der Netzbetreiber vor; den Anschluss übernimmt ein eingetragener Elektroinstallateur.