Was ist elektrischer Strom?
Elektrischer Strom ist die gerichtete Bewegung von Ladungsträgern, in Kupferleitungen von Elektronen. Er fließt nur im geschlossenen Stromkreis und wird von einer Spannung angetrieben. Wie viel Strom fließt, bestimmt der Widerstand: Stromstärke = Spannung ÷ Widerstand.
Stromstärke, Spannung, Widerstand
| Größe | Zeichen | Einheit | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Stromstärke | I | Ampere (A) | Wie viel Ladung pro Sekunde durch den Leiter fließt |
| Spannung | U | Volt (V) | Der „Druck“, der die Ladung antreibt |
| Widerstand | R | Ohm (Ω) | Wie stark ein Leiter den Strom bremst |
| Leistung | P | Watt (W) | Spannung mal Stromstärke |
| Energie | E | Kilowattstunde (kWh) | Leistung mal Zeit, Grundlage der Stromrechnung |
Vergleich mit Wasser: Spannung ist der Druck, Stromstärke die Durchflussmenge, Widerstand ein enges Rohr. Rechner: Ohmsches Gesetz, Leistung berechnen, Watt in Ampere.
Wie entsteht Strom?
- Generator: Ein Leiter bewegt sich im Magnetfeld, dabei wird Spannung induziert (Kraftwerk, Windrad, Fahrraddynamo).
- Solarzelle: Licht setzt im Halbleiter Ladungsträger frei, es entsteht Gleichspannung.
- Batterie und Akku: Eine chemische Reaktion trennt Ladungen zwischen zwei Elektroden.
Häufige Fragen
Was ist elektrischer Strom?
Elektrischer Strom ist die gerichtete Bewegung von elektrischen Ladungsträgern. In Metallen sind das freie Elektronen, in Flüssigkeiten Ionen. Damit Strom fließt, braucht es eine Spannungsquelle und einen geschlossenen Stromkreis.
Wie hängen Stromstärke, Spannung und Widerstand zusammen?
Über das ohmsche Gesetz: U = R × I. Bei gleicher Spannung fließt umso weniger Strom, je größer der Widerstand ist. Beispiel: 230 V an 46 Ω ergeben 5 A. Rechner: Ohmsches Gesetz.
Wie entsteht Strom?
Durch Trennung von Ladungen: im Generator durch Bewegung eines Leiters im Magnetfeld (Induktion), in der Solarzelle durch Licht (photovoltaischer Effekt), in Batterie und Akku durch chemische Reaktion. Fast der gesamte Netzstrom kommt aus Generatoren in Kraftwerken, Wind- und Wasserkraftanlagen sowie aus Wechselrichtern von Photovoltaikanlagen.
Seit wann gibt es Strom?
Elektrizität gibt es in der Natur schon immer, etwa als Blitz. Erfunden wurde sie nicht, sondern entdeckt und nutzbar gemacht: Alessandro Volta baute um 1800 die erste Batterie, Michael Faraday entdeckte 1831 die Induktion, Werner von Siemens 1866 das dynamoelektrische Prinzip. Öffentliche Stromnetze entstanden ab den 1880er-Jahren; flächendeckend in deutschen Haushalten ist Strom erst seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Was ist der Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom?
Gleichstrom fließt immer in eine Richtung (Batterie), Wechselstrom ändert 50-mal pro Sekunde die Richtung (Steckdose). Mehr: Gleichstrom oder Wechselstrom.
Ab wann ist Strom gefährlich?
Schon ab etwa 30 mA durch den Körper kann Wechselstrom Herzkammerflimmern auslösen. Deshalb schalten FI-Schutzschalter mit 30 mA Bemessungsfehlerstrom ab. Berührungsspannungen über 50 V Wechsel- bzw. 120 V Gleichspannung gelten als gefährlich: FI-Schutzschalter.