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Sicherungskasten: Aufbau, Größe und Auswahl

Der Sicherungskasten – fachlich Stromkreisverteiler oder Unterverteilung – verteilt den Strom auf die Stromkreise der Wohnung. Darin sitzen Hauptschalter, Überspannungsschutz, FI-Schutzschalter und je Stromkreis ein Leitungsschutzschalter.

Aufbau eines dreireihigen Sicherungskastens mit Hauptschalter, Überspannungsschutz, FI- und LS-Schaltern sowie N- und PE-Klemmen
Typischer Aufbau eines Stromkreisverteilers

Welche Größe?

ObjektReihenTeilungseinheiten
Wohnung, 1–2 Zimmer2-reihig24 TE
Wohnung, 3–4 Zimmer3-reihig36 TE
Einfamilienhaus4-reihig48 TE
Einfamilienhaus mit Wallbox, PV, Wärmepumpe5-reihig und mehr60 TE und mehr

Richtwerte mit Reserve. Eine Teilungseinheit (TE) ist 18 mm breit; ein LS-Schalter belegt 1 TE, ein 4-poliger FI 4 TE.

Aufputz, Unterputz oder Hohlwand

Sicherungskasten im Zählerschrank

Im Einfamilienhaus sitzt die Verteilung oft im Verteilerfeld des Zählerschranks. Wie dieser verdrahtet wird und welche Vorschriften gelten: Verdrahtung und Vorschriften.

Sicherungskästen im Preisvergleich

Verteiler Aufputz
36 Produkte
ab 5,99 €
Verteiler Unterputz
10 Produkte
ab 10,83 €
Verteiler 2-reihig
16 Produkte
ab 20,83 €
Verteiler 3-reihig
15 Produkte
ab 10,83 €
Verteiler 4-reihig
12 Produkte
ab 12,50 €
Verteiler Hager
43 Produkte
ab 51,99 €

Häufige Fragen

Was ist ein Sicherungskasten?

Umgangssprachlich der Stromkreisverteiler (Unterverteilung) in Wohnung oder Haus. Er enthält Hauptschalter, FI-Schutzschalter und für jeden Stromkreis einen Leitungsschutzschalter. Der Zählerschrank mit dem Stromzähler ist ein eigenes Gehäuse, in Einfamilienhäusern oft mit integriertem Verteilerfeld.

Was kostet ein neuer Sicherungskasten?

Das Gehäuse allein gibt es je nach Größe ab wenigen Dutzend Euro, bestückt mit FI, LS-Schaltern und Überspannungsschutz deutlich mehr; dazu kommt der Einbau durch die Elektrofachkraft. Eine Aufstellung steht unter Zählerschrank und Sicherungskasten: Kosten.

Was ist ein FI-Schalter im Sicherungskasten?

Der Fehlerstromschutzschalter (RCD) schaltet ab, sobald Strom über einen Menschen oder einen Isolationsfehler zur Erde fließt. In neuen Anlagen sind Steckdosen- und Lichtstromkreise in Wohnungen mit 30-mA-FI zu schützen. Mehr im FI-Schalter-Ratgeber.

Wie groß muss ein Sicherungskasten im Einfamilienhaus sein?

Meist 4-reihig mit 48 Teilungseinheiten. Mit Wallbox, Photovoltaik oder Wärmepumpe wird es schnell mehr; die Planungsnorm DIN 18015-1 sieht außerdem Reserveplätze für spätere Erweiterungen vor.

Wie verlaufen die Stromleitungen vom Sicherungskasten?

Die Leitungen laufen in den Installationszonen nach DIN 18015-3: waagerecht etwa 30 cm unter der Decke oder über dem Boden, senkrecht etwa 10–30 cm neben Türen, Fenstern und Raumecken. Vor dem Bohren trotzdem mit einem Leitungssucher prüfen.

Wie beschriftet man einen Sicherungskasten?

Jeder LS-Schalter bekommt eine Bezeichnung mit Raum und Verbraucher (z. B. „Küche Steckdosen Arbeitsfläche“), dazu gehört ein Stromkreisverzeichnis in der Verteilertür. Viele Hersteller bieten Vordrucke und Online-Beschriftungstools für ihre Verteiler an.

Kann man eine Zeitschaltuhr in den Sicherungskasten einbauen?

Ja, als Reiheneinbaugerät auf der Hutschiene. Sie belegt ein oder zwei Teilungseinheiten und schaltet etwa Außenbeleuchtung oder Warmwasserbereitung. Für größere Lasten schaltet sie über ein Schütz.

Darf man einen Sicherungskasten verstecken?

Verkleiden ja, verbauen nein: Der Verteiler muss jederzeit zugänglich und ohne Werkzeug zu öffnen sein. Üblich sind Unterputzverteiler mit überstreichbarer Tür oder ein abnehmbares Bild davor.

Einbau, Änderung und Erweiterung eines Sicherungskastens nur durch eine Elektrofachkraft.