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FI/LS-Schalter: Anschluss und Einsatz

Ein FI/LS-Schalter (RCBO) vereint Fehlerstrom- und Leitungsschutz für einen einzelnen Stromkreis. Eingespeist wird oben mit L und N, unten gehen L und N zum Stromkreis. Vorteil: Ein Fehler schaltet nur diesen Kreis ab – die Frage „wie viele LS hinter einen FI“ entfällt.

FI plus LS oder FI/LS?

FI + mehrere LSFI/LS je Stromkreis
Fehler im Stromkreisalle Kreise hinter dem FI ausnur der betroffene Kreis aus
Ableitströmeaddieren sich, Fehlauslösung möglichgetrennt je Kreis
Platz im Verteiler4 TE FI + 1 TE je LS1–2 TE je Kreis
Kostengünstigerhöher

Grundlagen: FI-Schutzschalter, Leitungsschutzschalter, Anschluss Schritt für Schritt: FI-Schalter anschließen.

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Häufige Fragen

Was ist ein FI/LS-Schalter?

Ein Kombigerät aus Fehlerstromschutzschalter (FI, RCD) und Leitungsschutzschalter (LS) – international RCBO. Es schützt einen einzelnen Stromkreis vor Überlast, Kurzschluss und Fehlerstrom. Löst er aus, ist nur dieser eine Stromkreis betroffen.

Wie viele LS-Schalter hinter einen FI?

Die Norm nennt keine feste Zahl. Damit ein Fehler nicht große Teile des Hauses abschaltet und sich Ableitströme von Netzteilen, Waschmaschine oder Wärmepumpe nicht zu Fehlauslösungen addieren, begrenzen viele Planer auf drei bis vier Stromkreise je FI – häufig genannte „sechs“ sind eine Faustregel, kein Normwert. Mit FI/LS-Schaltern stellt sich die Frage nicht, weil jeder Kreis seinen eigenen Fehlerstromschutz hat.

Wie wird ein FI/LS-Schalter angeschlossen?

Oben L von der Phasenschiene und N von der N-Schiene (vor dem FI), unten L und N zum Stromkreis. Der Neutralleiter des Stromkreises muss durch das Gerät laufen und darf nicht mit anderen Stromkreisen verbunden sein. Bei manchen Bauarten ist zusätzlich ein Funktions-N oder PE anzuschließen – Datenblatt beachten.

Wie breit ist ein FI/LS-Schalter?

Meist 2 Teilungseinheiten (36 mm) für einpolig plus N; es gibt platzsparende Bauformen mit 1 TE. Im Verteiler braucht jeder Stromkreis damit etwas mehr Platz als mit einem gemeinsamen FI für mehrere LS.

Welcher FI/LS für Steckdosen?

Für Steckdosenkreise mit 1,5 oder 2,5 mm² üblicherweise B16 mit 30 mA Fehlerstrom, Typ A (oder Typ F für Geräte mit Frequenzumrichtern wie Waschmaschine oder Wärmepumpe). Wallboxen brauchen je nach Gerät Typ A mit DC-Erkennung in der Box oder Typ B.

Arbeiten im Verteiler nur durch eine Elektrofachkraft.