Wechselschaltung
Mit der Wechselschaltung schaltet man eine Lampe von zwei Stellen. Zwei Wechselschalter sind über zwei korrespondierende Leiter verbunden; jeder Tastendruck wechselt den Strompfad.
So funktioniert sie
Ein Wechselschalter hat eine gemeinsame Klemme und zwei Wechselkontakte. Die Lampe leuchtet, wenn beide Schalter auf denselben korrespondierenden Leiter stehen. Egal welcher Schalter betätigt wird: Der Pfad wird unterbrochen oder geschlossen.
Leitungen und Material
- Zuleitung und Lampenleitung: NYM-J 3x1,5.
- Zu den Schaltern über die Abzweigdose: NYM-J 5x1,5 (L bzw. Lampendraht, zwei korrespondierende Leiter, N, PE).
- Verbindungen in der Dose mit Verbindungsklemmen.
Für mehr als zwei Schaltstellen: Kreuzschaltung oder Stromstoßschaltung.
Häufige Fragen
Warum braucht man ein 5-adriges Kabel bei der Wechselschaltung?
Zum Wechselschalter führen bei Verdrahtung über eine Abzweigdose drei Adern – Außenleiter oder Lampendraht und die zwei korrespondierenden Leiter – plus Schutzleiter. Die fünfte Ader ist der Neutralleiter: Ihn brauchen beleuchtete und elektronische Schalter, Dimmer, Bewegungsmelder und Smart-Home-Einsätze. Deshalb wird meist NYM-J 5x1,5 verlegt.
Wie viele Adern braucht man für eine Wechselschaltung?
Zwischen den beiden Wechselschaltern zwei korrespondierende Leiter plus Schutzleiter. Über eine Abzweigdose verdrahtet, braucht jeder Schalter drei Adern plus PE, mit Neutralleiter fünf.
Wie wird eine Wechselschaltung verdrahtet?
Der Außenleiter L kommt an die gemeinsame Klemme (meist mit L oder P gekennzeichnet) des ersten Wechselschalters. Dessen beide Wechselkontakte werden über die korrespondierenden Leiter mit den Wechselkontakten des zweiten Schalters verbunden. Von der gemeinsamen Klemme des zweiten Schalters geht der Lampendraht zur Lampe, deren zweiter Anschluss an N liegt. Schutzleiter durchverbinden.
Kann man bei einer Wechselschaltung einen Dimmer einbauen?
Ja, mit einem Dimmer mit Wechselfunktion (Wechseldimmer) an einer Stelle und einem normalen Wechselschalter an der anderen. Bequemer sind Tastdimmer mit Nebenstellen. Zwei Drehdimmer in einer Wechselschaltung funktionieren nicht.
Ist die Sparwechselschaltung noch erlaubt?
Nein. Bei der Sparwechselschaltung wird zusätzlich der Neutralleiter über die Schalter geführt, Außen- und Neutralleiter liegen im selben Schalter – das ist seit Jahrzehnten nicht mehr zulässig. Bestehende Anlagen haben Bestandsschutz; bei Umbauten wird auf eine normale Wechselschaltung umgerüstet.
Kann man mit einem Serienschalter eine Wechselschaltung machen?
Nein. Ein Serienschalter enthält zwei Ausschalter. Für zwei Lampen von zwei Stellen gibt es Serien-Wechselschalter, die zwei Wechselschalter in einem Gerät vereinen.
Wie funktioniert eine Wechselschaltung mit 3 Schaltern?
Gar nicht – für drei Schaltstellen braucht es eine Kreuzschaltung mit einem Kreuzschalter in der Mitte oder eine Stromstoßschaltung mit Tastern.
Kann man einen Bewegungsmelder in eine Wechselschaltung einbauen?
Ja, mit Bewegungsmeldern, die für Nebenstellen oder als Ersatz für einen Wechselschalter ausgelegt sind. Sie brauchen in der Regel den Neutralleiter am Einbauort.
Arbeiten an der Elektroinstallation nur durch eine Elektrofachkraft. Maßgeblich sind die Normen der Reihe DIN VDE 0100.