Relais
Ein Relais ist ein elektrisch betätigter Schalter: Strom durch die Spule (A1/A2) zieht einen Anker an, der die Kontakte umschaltet. So schaltet ein kleiner Steuerstrom einen größeren Laststrom, galvanisch getrennt.
Arten
- Monostabil: schaltet nur, solange die Spule Strom bekommt – Standard.
- Bistabil: bleibt nach einem Impuls in seiner Stellung, etwa der Stromstoßschalter.
- Halbleiterrelais (SSR): ohne bewegliche Teile, geräuschlos und verschleißfrei.
- Installationsrelais: Reiheneinbaugerät im Verteiler, etwa zum Schalten von Lasten über eine Zeitschaltuhr.
Häufige Fragen
Warum Relais statt Schalter?
Mit einem Relais schaltet ein kleiner Steuerstrom – etwa von Taster, Zeitschaltuhr, Steuerung oder Sensor – einen größeren Laststrom. Steuer- und Laststromkreis sind galvanisch getrennt, und die Last lässt sich aus der Ferne oder automatisch schalten.
Welche Arten von Relais gibt es?
Häufig unterschieden werden drei Arten: monostabile Relais (schalten nur, solange die Spule bestromt ist), bistabile Relais wie der Stromstoßschalter (bleiben ohne Strom in ihrer Stellung) und Halbleiterrelais ohne bewegliche Kontakte. Dazu kommen Bauformen wie Koppel-, Zeit- und Installationsrelais.
Was ist A1 und A2 bei einem Relais?
A1 und A2 sind die Anschlüsse der Spule. Liegt dort die Steuerspannung an, zieht das Relais an. Bei Gleichspannung ist A1 meist Plus, A2 Minus.
Was bedeuten die Zahlen auf einem Relais?
Kontakte werden zweistellig bezeichnet: Die erste Ziffer zählt den Kontakt, die zweite gibt die Funktion an. 11 ist der gemeinsame Anschluss, 12 der Öffner, 14 der Schließer; beim zweiten Wechsler entsprechend 21, 22, 24.
Wie macht sich ein defektes Relais bemerkbar?
Das Relais klickt nicht mehr, schaltet nur sporadisch, die Last bleibt dauernd ein oder aus, oder die Kontakte sind verschweißt oder abgebrannt. Prüfen lassen sich Spulenwiderstand und Kontaktdurchgang mit dem Multimeter – bei Arbeiten im Verteiler nur durch eine Elektrofachkraft.
Was sind die Nachteile von Relais?
Mechanischer Verschleiß der Kontakte, Schaltgeräusch, Kontaktprellen und eine Schaltzeit von einigen Millisekunden. Die Spule braucht dauerhaft Strom, solange das Relais angezogen ist; Halbleiterrelais vermeiden einen Teil dieser Nachteile, erwärmen sich aber.
Was ist der Unterschied zwischen Stromstoßschalter und Relais?
Das normale (monostabile) Relais fällt ab, sobald die Spule stromlos ist. Der Stromstoßschalter ist bistabil: Jeder kurze Impuls schaltet um, der Zustand bleibt erhalten. Er wird deshalb mit Tastern betrieben, siehe Stromstoßschaltung.
Was ist der Unterschied zwischen Relais und Koppelrelais?
Ein Koppelrelais ist ein schmales Relais auf der Hutschiene, meist mit Freilaufdiode und LED, das Steuersignale – etwa 24 V aus einer SPS – an Lasten mit 230 V koppelt und dabei galvanisch trennt.
Was ist der Unterschied zwischen Relais und Schütz?
Funktion und Prinzip sind gleich. Ein Schütz ist für deutlich höhere Ströme gebaut, hat mehrere Hauptkontakte mit Lichtbogenlöschung und zusätzliche Hilfskontakte.
Arbeiten an der Elektroinstallation nur durch eine Elektrofachkraft.