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Netzwerkdose anschließen

In der Netzwerkdose werden alle acht Adern des Verlegekabels nach Farbcode T568A oder T568B auf die Schneidklemmen aufgelegt. Beide Enden der Strecke müssen nach derselben Norm belegt sein; der Schirm wird mit dem Gehäuse der Dose verbunden.

Belegung T568A und T568B: Adernfarben der Kontakte 1 bis 8
Farbcode der Kontakte 1–8 nach T568A und T568B

LAN-Dose anschließen: Schritt für Schritt

  1. Kabel kürzen: etwa 10–15 cm Reserve in der Dose lassen.
  2. Abmanteln: Außenmantel auf rund 5 cm entfernen, ohne Adern und Schirmfolie einzuschneiden; Beidraht und Schirmgeflecht zurücklegen.
  3. Paare vorbereiten: Folie der Paare nur so weit entfernen wie nötig; die Verdrillung möglichst bis an die Klemme erhalten.
  4. Adern auflegen nach dem aufgedruckten Farbcode (A oder B) in die Schneidklemmen, mit LSA-Werkzeug oder werkzeuglos durch Schließen des Deckels.
  5. Schirm auflegen: Schirm großflächig mit der Zugentlastung bzw. dem Metallgehäuse verbinden.
  6. Prüfen mit einem Kabeltester oder Netzwerktester, ob alle acht Adern durchgängig und richtig belegt sind.

Welches Kabel und welche Dose?

ZielVerlegekabelDose / Modul
Gigabit, PoECat.6Cat.6
bis 10 Gbit/s, zukunftssicherCat.6A oder Cat.7Cat.6A, geschirmt
Patchkabel vom GerätPatchkabelRJ45-Stecker, fertig konfektioniert

Verlegekabel haben starre Adern und gehören in Dosen und Patchfelder; flexible Patchkabel verbinden die Geräte. Wer Stecker selbst aufsetzt, braucht RJ45-Stecker und eine Crimpzange. Unterputz-Netzwerkdosen sitzen in einer tiefen Unterputzdose, die Kabel laufen am besten im Leerrohr, getrennt von Stromleitungen.

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Häufige Fragen

Was ist eine Netzwerkdose?

Eine Anschlussdose für Unter- oder Aufputz, in der das fest verlegte Netzwerkkabel (Verlegekabel) endet. In die RJ45-Buchse der Dose wird mit einem Patchkabel das Gerät gesteckt. Netzwerkdosen haben meist ein oder zwei Ports.

Belegung A oder B – was ist richtig?

Beide Normen sind technisch gleichwertig; sie unterscheiden sich nur durch die vertauschten Paare Orange und Grün. Wichtig ist, dass beide Enden einer Strecke – Dose und Patchfeld bzw. Gegendose – nach derselben Norm belegt werden. Die Farbcodes stehen auf dem Klemmblock der Dose.

Was ist ein Keystone-Modul?

Eine einzelne RJ45-Buchse im genormten Keystone-Format, die in Dosen, Patchfelder oder Aufputzgehäuse eingerastet wird. So lassen sich Dose und Patchfeld mit denselben Modulen bestücken und einzelne Ports tauschen. Viele Keystones werden werkzeuglos angeschlossen.

Wie viele Adern braucht eine Netzwerkdose?

Alle acht. Fast Ethernet (100 Mbit/s) nutzt zwar nur zwei Paare, Gigabit und schneller sowie PoE brauchen aber alle vier Paare. Ein Kabel für zwei Ports durch Aufteilen der Paare ist daher nicht mehr üblich.

Welche Netzwerkdose für Cat.7-Kabel?

Eine geschirmte Cat.6A-Dose. RJ45-Buchsen gibt es nicht in Cat.7; Cat.7-Verlegekabel wird mit Cat.6A-Dosen und -Modulen angeschlossen, die Strecke erreicht dann Klasse EA bis 10 Gbit/s. Kabelauswahl: Cat.7-Verlegekabel.

Warum hat eine Netzwerkdose zwei Anschlüsse?

Damit an einem Platz zwei Geräte ohne Switch angeschlossen werden können, etwa Rechner und Telefon oder TV und Receiver. Jeder Port braucht ein eigenes Verlegekabel.

Welche Unterputzdose für eine Netzwerkdose?

Eine tiefe Gerätedose mit rund 61 mm, im Trockenbau eine tiefe Hohlwanddose. Steife Cat.6A- und Cat.7-Kabel brauchen Platz für den Biegeradius. Mehr im Unterputzdosen-Ratgeber.

Wie patcht man eine Netzwerkdose?

Ein Patchkabel verbindet die Dose mit dem Gerät, am anderen Ende der Strecke ein weiteres Patchkabel den Patchfeld-Port mit dem Switch. Fertige Patchkabel sind 1:1 belegt und funktionieren mit beiden Belegungen.