E-Check
Beim E-Check prüft ein Elektro-Innungsbetrieb die elektrische Anlage nach VDE-Normen: Sichtprüfung, Schutzleiter, Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz und FI-Schutzschalter. Für Privathaushalte ist er freiwillig, für Betriebe ein gängiger Nachweis der vorgeschriebenen Prüfung nach DGUV Vorschrift 3.
Was beim E-Check geprüft wird
| Prüfung | Inhalt |
|---|---|
| Sichtprüfung | Verteiler, Schutzgeräte, Leitungen, Steckdosen und Schalter auf Schäden und richtige Auswahl |
| Schutzleiter | Durchgängigkeit und niederohmige Verbindung zur Haupterdungsschiene |
| Isolationswiderstand | Messung zwischen allen aktiven Leitern und Schutzleiter, mit Isolationsmessgerät |
| Schleifenimpedanz | ob der Leitungsschutzschalter im Fehlerfall schnell genug abschaltet |
| FI-Schutzschalter | Auslösestrom und Auslösezeit, nicht nur die Prüftaste |
| Drehfeld und Spannung | an Drehstrom-Steckdosen und Festanschlüssen |
| Geräte (optional) | Prüfung ortsveränderlicher Geräte nach DIN VDE 0701-0702 |
Messgeräte: Isolationsmessgeräte, Multimeter. Grenzwerte zur Abschaltung: Schleifenimpedanz-Rechner. Schutzgeräte: FI-Schalter.
Häufige Fragen
Was ist der E-Check?
Eine Prüfung der elektrischen Anlage und auf Wunsch der Geräte durch einen Innungsbetrieb des Elektrohandwerks nach den VDE-Normen. Der Kunde erhält ein Prüfprotokoll und eine Prüfplakette. „E-CHECK“ ist eine Marke der Elektrohandwerks-Verbände; die Messungen selbst entsprechen der Wiederholungsprüfung nach DIN VDE 0105-100.
Ist der E-Check Pflicht?
Für Privathaushalte nicht. Betriebe müssen ihre elektrischen Anlagen und Arbeitsmittel nach der Betriebssicherheitsverordnung und der DGUV Vorschrift 3 regelmäßig prüfen lassen; der E-Check ist dafür ein gängiger Nachweis. Vermieter und Versicherer verlangen ihn teilweise, etwa nach Umbauten oder Schäden.
Wie oft sollte man den E-Check machen?
In Wohnungen empfiehlt das Elektrohandwerk etwa alle vier Jahre und bei jedem Mieterwechsel. In Betrieben gelten für ortsfeste Anlagen meist vier Jahre, für ortsveränderliche Geräte je nach Beanspruchung sechs Monate bis zwei Jahre.
Was kostet ein E-Check?
Das hängt von Größe der Anlage, Zahl der Stromkreise und Geräte ab und wird meist als Pauschale je Wohnung oder nach Aufwand berechnet. Einen verbindlichen Preis nennt der Elektrobetrieb nach Besichtigung.
Was passiert, wenn der E-Check Mängel findet?
Sie stehen im Prüfprotokoll mit Einstufung. Gefährliche Mängel müssen sofort beseitigt werden, oft wird der Stromkreis bis dahin abgeschaltet. Typische Mängel sind fehlende FI-Schutzschalter, lose Klemmen, beschädigte Steckdosen oder zu hohe Schleifenimpedanz.